Wie du mit Demoaufnahmen deine Fans begeisterst!

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Viele Musiker und Bands stehen hin und wieder vor einem Dilemma: Soll man eine gute Demoaufnahme veröffentlichen oder schadet die suboptimale Qualität dem Ruf der Band? Diese Frage ist angesichts der sinkenden Preise für Tonstudio- und Mixing-Jobs oder dem Ausbau des Homerecording-Sektors brandaktuell. Denn wegen dieser Entwicklung ist der Markt nicht nur mit Musik geflutet, sondern auch die Tonqualität der einzelnen Produktionen variiert stark.

Es geht nicht nur ums Ergebnis

 
Viele Newcomer wollen sich bei der Produktion ihrer Platten mit den besten Musikern aus ihrem Genre messen. Erstmal tut es unserer Musik gut, wenn wir mit den besten Platten der Welt mithalten wollen. Das Problem aber ist, dass eine professionelle Produktion inklusive Recording-Engineer, Mixing-Engineer, Producer und einem ganzen Team von Mitarbeitern finanziell nicht umsetzbar ist. Außerdem begehen wir einen Denkfehler: Wir messen uns mit den Produktionen, die NACH dem kommerziellen Durchbruch unserer Lieblingsbands produziert wurden, und nicht mit denen, die für denselben gesorgt haben.
In der modernen Berichterstattung dreht sich alles immer nur um das Ergebnis: Kein Magazin und keine Internetseite möchte über die langen Jahre des Nichterfolgs einer Top-Band berichten. Stattdessen geht es nur um die neuste Platte oder den Celebrity-Lifestyle. Deshalb wissen die meisten Bands und Musiker nur wenig über die Herausforderungen, die ihre Vorbilder bewältigen mussten, ehe sie ihren ersten Hit landen konnten. Doch wenn man sich gezielt über diese Zeit informiert, erfährt man, dass in vielen Fällen schon vor dem Major-Label-Deal mehrere EPs in kleiner Auflage und ohne Label veröffentlicht wurden.
Und genau mit Hilfe dieser EPs oder Demos gelang es unseren Vorbildern auf sich aufmerksam zu machen. Das gilt im Zeitalter des Web 2.0 mehr denn je: Wir können morgens aufstehen, einen Song recorden und ihn abends mit dem Rest der Welt teilen.

Lasst euch begleiten auf eurem Weg nach oben!

Blicken wir einmal der Wahrheit ins Auge: Gute Musik allein reicht heute nicht. Unsere potentiellen Fans haben ein nicht endendes Angebot an gut produzierter kostenloser und käuflicher Musik. Du musst deine Fans auf einer persönlicheren Ebene als die der „coolen Band, die gerade angesagt ist“ erreichen. Je mehr Kontakt du mit den Menschen da draußen hast, desto mehr lernen sie dich kennen. Punkte durch deine Persönlichkeit!
Im Bezug auf deine Musik heißt das: Wann immer du eine neue Aufnahme am Start hast, die dir hilft mit neuen Fans zu connecten, dann zögere nicht davor diese zu veröffentlichen! Erste Demos sind außerdem hervorragend dafür geeignet, um sie später einmal (wenn die Tracks professionell produziert sind) den Fans in deiner E-Mail-Sequenz zu zeigen. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass meine Fans es lieben, zu hören wie ein Song sich entwickelt! Ich gehe sogar so weit, dass ich in Videobotschaften meine alten iPhone Demos ausgrabe und meinen Fans damit die Entstehungsgeschichte meiner Songs komplett offen lege.
Denn eigentlich LIEBEN Menschen Entwicklungen, Fehlschläge und Geschichten. Nicht umsonst wurden schon zahlreiche Künstlerbiographien verfilmt (z.B. einer meiner Lieblingsfilme: „Walk the Line“). Und diese handeln, ganz richtig, vom Weg nach oben und den vielen Fehlschlägen, nicht aber von der Zeit nach dem Durchbruch.

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